23.02.2016

Guten Abend!


Mein Gott bin ich kaputt. Bis 19 Uhr arbeiten ist einfach nichts für mich.

Ich wachte auf. Guckte auf die Uhr. 05:15 Uhr. Ich schrak auf. Ich hatte eine Viertelstunde verschlafen, warf meine Bettdecke weg, sprang aus meinem Bett und wollte gerade meine Zimmertür aufreißen und meine Mutter wecken, da fiel mir auf… Ich habe Spätdienst und kann bis 08:30 Uhr schlafen. Daran war nun absolut meine Kollegin Schuld. Ihr müsst wissen: Ich habe eine Kollegin für die Stationsküche und einer von uns beiden muss morgens da sein, einer Nachmittags. Wenn einer ausfällt, sei es durch Urlaub oder Krankheit, muss der andere IMMER früh da sein. Früh ist wichtiger als spät. Und gestern hatte meine Kollegin mich die ganze Zeit zugemeckert, wie schlecht sie sich fühlt und so weiter. Daraufhin haben wir abgemacht, dass sie mich anruft, wenn sie am nächsten Tag, also heute zu Hause bleiben wollen würde. Nun war ich ja gestern Abend so verwirrt und hier hat gestern Abend die ganze Zeit das Telefon geklingelt. Aber es war nie meine Kollegin, jedoch befürchtete ich es die ganze Zeit, dass sie es ist. Deshalb hatte ich wohl heute morgen gedacht, dass ich Frühdienst habe. Ich hielt während dieses Rückschlusses noch die Türklinke meiner Zimmertür in der Hand und fast kamen mir die Tränen. Traurig, weil ich vermutete, dass ich nicht wieder einschlafen konnte, aufgrund dem schnelle Start aus dem Bett, ließ ich mich wieder in mein Bett fallen. Entgegen aller Befürchtungen konnte ich sehr gut bis halb neun weiterschlafen. Meine Mutter weckte mich per Anruf, weil sie grade mit unserem Hund unterwegs war. Ich stand auf, ging ins Bad und duschte. Ich wusch mir auch die Haare und das eigentlich weiße Shampoo wurde schon wieder rot. Obwohl es dir dritte Wäsche war. Ich dachte mir zuerst, dass es vielleicht ja noch normal ist, aber als ich die Haare fertig geföhnt habe, stellte ich fest, dass mehrere Strähnen vorne am Pony schon wieder ihre Naturfarbe angenommen haben, obwohl ich noch nie mit Shampoo mit Silikonen gewaschen habe. Ich guckte auf die Uhr und fragte mich, ob ich es vor der Arbeit noch zum Frisör schaffen würde. Eigentlich nicht, wenn ich zu Fuß gehe. Weil ich das aber geklärt haben wollte und heute auch die dazu nötige Motivation hatte, kramte ich mein Penny Board aus meinem Zimmer und packte es einsatzbereit in den Flur. Im Esszimmer wartete meine Mutter und wir frühstückten zusammen. Und nach dem Frühstück kam der spannende Moment, ob ich noch fahren konnte. Und ja es ging wie geschmiert, aber Kondition hatte ich keine mehr. Trotz diesem kleinen Handicap war ich schnell bei meinem Frisör. Ich zeigte der Frisörin die betroffenen Stellen und wir machten ein Termin für Freitag aus. Zum Nachfärben und dann macht sie da irgendein Mittel rein, damit die Farbe drin bleibt, denn abgemacht war, dass die Farbe sich nur minimal verändert und ansonsten wirklich sich nicht rauswäscht. Nachdem das dann erledigt war, fuhr ich weiter mit meinem Board zur Arbeit.

Ich kam auf meine Station, zog mich um und wurde dann gleich wieder nach draußen in die Kälte geschickt, weil ich Batterien für meinen Chef holen sollte, Wertstoffsäcke für die Küche und nach Fundsachen im Bereich Küchenwerkzeug suchen. Das war alles an unterschiedlichen Orten. Zuerst ging ich die Batterien holen, dann die Wertstoffsäcke und dann die Suppenkellen. Ich wusste, welche Kelle meine Kollegin am liebsten benutzte und suchte danach jetzt die neuen Kellen aus. Stolz kam ich wieder zurück, aber das einzige, was meine Kollegin zu sagen hatte war „Nee, die nicht.“ Man beachte, ich bin zehn Minuten gelaufen. Unter anderem aus dem Grund wusste ich nicht, ob ich lachen oder heulen sollte. Ich dachte „Dann mach deinen Scheiß demnächst alleine.“, ich sagte „Achso ok“ und zog zurück in unsere Küche ab. Doch auf dem Weg dahin traf ich Torben. Er war mit den Ellbogen auf seinen Wagen mit seinen Sachen gestützt. Sagen wir der Wagen ist ca 60cm breit. Auf der anderen Seite stützte sich dann auf einmal seine dumme Kollegin, die die ich von der Gruppe am meisten hasse, auf die andere Seite, so dass beide auf Augenhöhe waren. Ich hatte immer noch die fünf Kellen in der Hand und ich dachte mir nur „Noch ein paar Zentimeter, dann küsst sie ihn.“ Dafür hätte ich ihr allerdings die Kellen übergezogen. In mir kam diese Eifersucht wieder auf, es tat so verdammt weh, aber ich sprach ihn nicht darauf an, denn ich hatte ihm versprochen, dass ich kein Drama aus seinen Kolleginnen mache. Aber ich hätte wirklich heulen können, es tat so weh. Ich hätte aus den Kellen echt irgendwas falten können. Aber ich versuchte es zu vergessen und das klappte nach einer guten Stunde auch. Ich war noch nie eifersüchtig… Nur bei ihm…

Der restliche Spätdienst war okay und entspannt. Um halb zwei ging meine Kollegin nach Hause und dann fing ich mit den Vorbereitungen für das Abendbrot an, bevor ich in die Kaffeepause ging. Und nach der Pause lief dann alles wie immer. Brote fürs Abendbrot schmieren, kalte Platten machen, Tee kochen und und und. Und dann war meine Schicht auch „schon“ vorbei. Ich sprang wieder in meine Alltagsklamotten und dann holte mein Vater mich unten vor der Klinik ab. Anschließend holten wir meine Mutter von der Arbeit ab, die auch um 19 Uhr Feierabend hatte. Zu Haus schmiss ich mich dann endlich mal aufs Sofa, ich war völlig fertig. Wenn man Spätdienst hat, kommt es einem vor, als sei der Tag irgendwie länger. Aber nun kann ich entspannen und melde mich morgen wieder bei euch!


Bis morgen!

Eure Melli

Folgt mir auf:

Instagram: @teilzeit_gluecklich

Snapchat: teilzeit_glueck

Twitter: @teilzeitglueck

28.2.16 21:35

Letzte Einträge: 22.02.2016, Liebe macht blind - im Zweifelsfall auch fünf Jahre., Das Vermissen ist der schlimmste Schmerz., !!! ÄNDERUNGEN !!! - Neues Blog-Konzept

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen